MeinungToter WalUnd jetzt noch Staatsakt und Trauergottesdienst?

Kommentar von Gerhard Matzig

Lesezeit: 2 Min.

Der tote Wal Timmy vor der dänischen Insel Anholt.
Der tote Wal Timmy vor der dänischen Insel Anholt. Marcus Golejewski/dpa

Der gestrandete und dann angeblich gerettete Wal Timmy ist tot. Auch für die Berichterstattung darüber wäre das ein Anlass innezuhalten. Stattdessen weiden wir ihn aus.

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Der Wal, den manche Menschen Timmy und andere Leute Hope genannt haben in einem Akt der Vermenschlichung, ist tot. Die Hoffnung, dass es der Anfang März erstmals in der Ostsee gesichtete und dann mehrfach gestrandete Buckelwal zurück in sein angestammtes Habitat schaffen würde, ist erloschen. Wer gehofft hatte, dass damit auch eine über Wochen und Monate medial befeuerte kollektive Hysterie enden würde, die nur in manchen Momenten an echte Empathie erinnerte, der kann auch diese Hoffnung begraben.

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