Recep Tayyip Erdoğan hat im Frühling 2023 knapp die Wiederwahl geschafft, seither hat er zwei Wahlen verloren: die türkischen Kommunalwahlen im vergangenen Jahr, die für seine AKP in einem Fiasko endeten; und jetzt, am Sonntag, die Präsidentschaftswahl in Nordzypern. Sicher, er selbst stand nicht auf dem Stimmzettel, jede Wählerin und jeder Wähler aber wussten, dass es auch um ihn ging: den einen, der die Türkei seit Anfang des Jahrtausends bestimmt und damit auch das besetzte Nordzypern.
MeinungWahl in NordzypernErdoğans Autorität bei den Wählern schwindet

Kommentar von Raphael Geiger
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Die Opposition in Ankara freut sich über den Sieg des moderaten Herausforderers im türkisch besetzten Teil der Insel. Leider zeigt die Erfahrung, wie der Präsident auf solche Ergebnisse reagiert.

Zypern:Gegenwind von der Insel
Nordzypern, die von der Türkei abhängige Republik auf der geteilten Insel, wählt einen neuen Präsidenten – einen, der Recep Tayyip Erdoğan nicht gefällt: Tufan Erhürman gewinnt mit fast zwei Dritteln der Stimmen. Auch auf dem türkischen Festland jubelt die Opposition.
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