„Erster Kuss – erstes Mal – erste Wahl“ – unter anderem mit diesem Slogan wirbt die EU in Deutschland für die Europawahl. Zum ersten Mal dürfen hierzulande Jugendliche schon ab 16 abstimmen. Er sei da skeptisch, sagte in dieser Woche der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll. Viele Jugendliche interessierten sich „nicht die Bohne für Politik mit ihren vielen Facetten“, Verantwortung über die eigene Person hinaus für das große Ganze zu übernehmen, dies sei etwas, das reifen müsse. Nun sind diese Beobachtungen gewiss nicht falsch. Daraus abzuleiten, dass Jugendliche mit 16 noch nicht wählen sollten, ist allerdings vorschnell – und vor allem für einen Lehrerverbandspräsidenten eine Bankrotterklärung. Wäre es nicht genau die Aufgabe der Schulen, junge Menschen fürs Wählen ab 16 fit zu machen?
MeinungDemokratie16 Jahre und auch schon weise

Kommentar von Kathrin Müller-Lancé
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Den dürfen nun auch 16-Jährige ausfüllen: der deutsche Stimmzettel für die Europawahl am Sonntag.
Bernd Weißbrod/dpaBei der Europawahl dürfen nun zum ersten Mal Minderjährige abstimmen. Das ist eine große Chance – und das Gegenargument des Lehrerverbands eine Bankrotterklärung.
