Aktuelles LexikonWarum heißt Volkswagen Volkswagen?

Ein Fest in Fallersleben: Hitler steigt am Neujahrstag 1938 in ein KdF-Kabriolett ein, hinter ihm der Konstrukteur Ferdinand Porsche.
Ein Fest in Fallersleben: Hitler steigt am Neujahrstag 1938 in ein KdF-Kabriolett ein, hinter ihm der Konstrukteur Ferdinand Porsche. Scherl

Wie der Konzern zu seinem Namen und zu seinem ersten Auto kam – und wie für ihn eine Stadt gegründet wurde.

Von Detlef Esslinger

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Volkswagen heißt Volkswagen, weil man im frühen 20. Jahrhundert an einem Volks-Wagen tüftelte. Die ersten Autos gab es schon zur Zeit von Wilhelm II., aber nur Kaiser, Industrielle und Bankiers konnten sich diese leisten. Und das Volk? Die Kleinwagen, die Opel und Hanomag in den 1920ern bauten, wurden wegen ihrer relativ niedrigen Preise von 2000 bis 3000 Reichsmark bereits „Volkswagen“ genannt.  Richtig Fahrt nahm die Suche mit einem Auto für die Massen in der NS-Zeit auf. Hitler wollte eine „Millionenschicht neuer Käufer“. Im Auftrag der deutschen Autoindustrie sollte der Konstrukteur Ferdinand Porsche das Auto entwickeln. 1938 war er so weit. Hitler wollte „Kraft durch Freude“, weshalb er das Auto  „KdF-Wagen“ und die Firma „Volkswagen“ nennen ließ. In der Nähe von Fallersleben in Niedersachsen wurde ein Werk gebaut sowie eine Stadt für die Arbeiter gegründet. Sie bekam den Namen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“. 1945 wurde sie umbenannt, in „Wolfsburg“ – was auf einen alten Gutsbetrieb in einem Ortsteil zurückgeht. Fallersleben ist seit 1972 ein Stadtteil von Wolfsburg. Der KdF-Wagen machte nach dem Krieg Weltkarriere, ebenfalls unter neuem Namen: VW Käfer.

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