MeinungUrteil im DieselbetrugEin Konzern, so groß er auch sein mag, ist keine moralfreie Zone

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Kommentar von Angelika Slavik

Lesezeit: 1 Min.

Auspuffrohre eines Volkswagens, fotografiert vor dem Markenhochhaus am VW-Werk Wolfsburg.
Auspuffrohre eines Volkswagens, fotografiert vor dem Markenhochhaus am VW-Werk Wolfsburg.
Julian Stratenschulte/dpa

Das Landgericht Braunschweig spricht im Prozess um manipulierte Motoren Haftstrafen gegen ehemalige VW-Manager aus. Gut so. Dieser Industriebetrug darf nicht ohne Folgen bleiben.

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Das deutsche Justizsystem ist nichts für ungeduldige Menschen. Zehn Jahre sind vergangen, seit aufgeflogen ist, dass Volkswagen seine Dieselmotoren manipuliert hat, um bei Abgastests bessere Werte vorzutäuschen. Das ist eine lange Zeit, dennoch darf man nicht vergessen, welche Dimensionen diese Affäre hat: Viele Millionen manipulierter Fahrzeuge waren jahrelang auf den Straßen unterwegs. Das ist keine Lappalie, und das war kein Versehen. Volkswagen, der vermeintliche Inbegriff deutscher Ingenieurskunst, verursachte einen Industriebetrug von historischer Dimension.

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