Verbrennungsmotor:Der traurige Triumph des Volker Wissing

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Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat bei der EU dafür gekämpft, weiterhin einen Verbrennermotor für E-Fuels zu erlauben. (Foto: Helmut Fricke/dpa)

Der Verkehrsminister nötigt der EU-Kommission Zugeständnisse beim Abschied vom Verbrenner ab. Es sind Zugeständnisse, die keiner braucht - zu einem sehr, sehr hohen Preis.

Kommentar von Michael Bauchmüller

Er hat gekämpft wie ein Löwe, dieser Volker Wissing. Aber wofür eigentlich? Auf den letzten Metern hat der FDP-Verkehrsminister der EU-Kommission noch ein kleines Hintertürchen abgerungen für den Verbrennermotor, jenes Wunderwerk deutscher Ingenieurskunst. Wissing rühmt sich, so die "Technologieneutralität" verteidigt zu haben. Erreicht hat er aber die Offenheit für eine Technologie, die kaum eine Zukunft hat. Und das zu einem Preis, der sich noch als verdammt teuer erweisen könnte. Wissing hat ein liberales Prinzip erkämpft und dafür Europas Prinzipien aufs Spiel gesetzt. Was für ein trauriger Triumph.

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