Ihren Namen hat die Vespa aus zwei Gründen: wegen des summenden Lärms, den sie macht, und wegen ihrer Wespentaille. Die befindet sich dort, wo man die Füße aufstellt, während man auf ihrem dicken Hintern sitzt. 80 Jahre ist der Roller nun alt, und wer auch immer die Eingebung hatte im Hause Piaggio, den Namen nicht ins Deutsche zu übersetzen, sei an dieser Stelle beglückwünscht. Gut, eine Wespe als Fahrzeug, das gab es in Deutschland auch schon: Im Zweiten Weltkrieg entwickelte man eine gleichnamige Panzerhaubitze.
Für Italien ist die Vespa ein Nationalsymbol. Ihr Jubiläum feiert sie in Rom, der Stadt also, mit der sie verbunden ist wie keine zweite. Am Samstag fährt eine Parade von Vespa-Fans durch die Straßen. Für die kennt das Italienische selbstverständlich auch einen Namen: vespisti. Anders als ihr Gegenpart, die Ape – also zu Deutsch: die Biene –, wird die Vespa zumindest in Teilen auch noch in Italien produziert. Dafür ist der Ape sprachlich gelungen, was die Vespa nie ganz erreicht hat: Sie ist ein absolutes Deonym. Die Begriffe scooter und motorino für Roller sind nach wie vor gebräuchlich. Ein dreirädriges Lastenfahrzeug dagegen? Ganz klar kein motocarro. Sondern eine Ape.
