Verteidigung:Scholz bremst Pistorius aus - zu Unrecht

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Im Februar besuchten Bundeskanzler Olaf Scholz (li.) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (re.) gemeinsam das Rüstungsunternehmen Rheinmetall, hier mit dessen Chef Armin Papperger . (Foto: David Hecker/Getty Images)

Der Dissens zwischen Kanzler und Verteidigungsminister hängt auch mit dem SPD-Kurs zusammen - dort wird der Ernst der Lage zu wenig gesehen.

Kommentar von Georg Ismar

Erst sagte Olaf Scholz voraus, Christine Lambrecht werde eine ganz, ganz bedeutende Bundesministerin der Verteidigung werden. Als das schiefging, musste der Kanzler etwas tun, das gegen sein Naturell ging. Nämlich mit Boris Pistorius jemanden berufen, der bekannt für klare Kante, aber weniger leicht steuerbar ist. Pistorius stieg 2023 zum beliebtesten Politiker des Landes auf, obwohl er sicher nicht alles richtig macht. Vor allem die geplante dauerhafte Stationierung einer Brigade in Litauen entpuppt sich als ein sehr teures, wenig durchdachtes Projekt.

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