Deutschland:Leichtes Spiel für Extremisten

Lesezeit: 1 min

Nach dem Messerangriff von Mannheim rufen viele danach, Schwerstkriminelle rigoros abzuschieben. (Foto: Uli Deck/dpa)

Der neue Verfassungsschutzbericht verheißt nichts Gutes über den Zustand dieses Landes. So weit, so vorhersehbar. Viel wichtiger indes ist die Frage, was daraus folgt.

Kommentar von Christoph Koopmann

Der Saal der Bundespressekonferenz ist selten ein Ort des uneingeschränkten Frohsinns, am Dienstag war er das gleich gar nicht. Von überall drohe der Republik enorme Gefahr, das war die Botschaft von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) und Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang, als sie den Jahresbericht des Inlandsgeheimdienstes vorstellten. Rechtsextremisten stellen die Menschenwürde infrage, Linksextreme wollen gleich das ganze sogenannte System loswerden, Islamisten ein Kalifat errichten und Anschläge begehen, Putin und seinesgleichen nicht nur spionieren, sondern auch die Demokratie vergiften. Beispiele gibt es gerade mehr als genug.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusTerrorismus
:Anschlagsgefahr durch Islamisten wächst

Das Bundesamt für Verfassungsschutz verschärft in seinem Jahresbericht seine Warnungen vor religiös motivierten Extremisten. Aus Sicherheitskreisen ist dennoch zu hören: kein Grund zur Panik.

Von Markus Balser, Christoph Koopmann

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: