Man sagt, Wahlen in den USA werden in der Mitte gewonnen. Wenn das stimmt, haben die Demokraten soeben einen entscheidenden Fehler gemacht. Auch wenn sie, wie nach allen Umfragen zu erwarten, im Herbst die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern können, was ohne Zweifel an sich ein schöner Erfolg wäre. Doch der Hauptpreis im November ist die Kontrolle im Senat. Die Mehrheit dort wäre das wichtigste Instrument, um den Springteufel im Weißen Haus in die Schranken zu weisen. Sie könnten seine kruden Personalentscheidungen stoppen und seinem außenpolitischen Abenteurertum Grenzen aufzeigen. Diese Chance aber setzen die Demokraten durch eine fragwürdige Kandidatenauswahl aufs Spiel.
MeinungUSADie Demokraten tun viel, um Donald Trump zu helfen

Kommentar von Reymer Klüver
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Ein linker Kandidat in einem Bundesstaat, in dem 41 Prozent der Menschen sich als moderat bezeichnen: Abdul El-Sayed, der Senator für Michigan werden will.
Rebecca Cook/REUTERSWürde die Partei im November wieder den Senat dominieren, könnte sie den Präsidenten endlich bremsen. Aber nun schickt sie in zwei Schlüsselstaaten zwei sehr linke Kandidaten ins Rennen. Zum Entzücken der Republikaner.
