USA:Worte bereiten seinen Weg

Ex-US-Präsident Donald Trump

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump spricht nun von "Ungeziefer" und "auslöschen", wenn er über Gegner redet.

(Foto: HARRISON MCCLARY/REUTERS)

Donald Trump nutzt jetzt die Sprache des Faschismus der 1930er-Jahre. Offenbar will er ganz bewusst die nächsten Grenzen verschieben.

Kommentar von Johanna Pfund

Die Sprache von Donald Trump war schon immer simpel. Im Bemühen, fürs kommende Jahr genügend Wähler aufzustacheln, hat der ehemalige US-Präsident bei einer Rede zum Veteranentag in New Hampshire jedoch die Grenze zwischen simpel und perfide erneut überschritten. Trump bediente sich der Rhetorik des Faschismus. Er sprach davon, dass er "Ungeziefer" im Land "ausrotten" werde; explizit zählte er dazu "Kommunisten, Marxisten, Faschisten und linksradikale Gangster" - Worte, die (mit Ausnahme von "Faschisten") genauso gut aus einer Nazi-Rede der Dreißiger- oder Vierzigerjahre stammen könnten. Die Parallelen in der Wortwahl lassen befürchten: Er meint das genau so. Seine Rhetorik ähnelt jedenfalls immer mehr der von Autokraten und Diktatoren.

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