MeinungUS-RepräsentantenhausChaos in einem Parlament, das die Weltpolitik prägt

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Kommentar von Peter Burghardt, Washington

Lesezeit: 2 Min.

Mike Rodgers, Abgeordneter der Republikaner aus Alabama, wird von Parteikollege Richard Hudson zurückgehalten. Rodgers wollte nach dem 14. Wahlgang auf einen der Gegner McCarthys losgehen.
Mike Rodgers, Abgeordneter der Republikaner aus Alabama, wird von Parteikollege Richard Hudson zurückgehalten. Rodgers wollte nach dem 14. Wahlgang auf einen der Gegner McCarthys losgehen. (Foto: Ken Cedeno/Imago)

Die Wahl McCarthys zum Sprecher des Repräsentantenhauses ist kein Triumph, sondern ein Debakel. Das Parlament ist zum Boxring und in manchen Ecken zur Freakshow verkommen. Und hat trotzdem gewaltige Macht.

Nun ist Amerika also doch noch mit einem Speaker aufgewacht und mit vereidigten Abgeordneten. Der 118. Kongress kann mit historischer Verspätung seine Arbeit aufnehmen, nachdem die Repräsentanten seit Dienstag 14-mal vergeblich versucht hatten, ihren Sprecher zu wählen. In der 15. Runde kratzte Kevin McCarthy von der republikanischen Mehrheit mitten in der Nacht jene Stimmen zusammen, die ihm Feinde aus der eigenen Partei zuvor vier Tage lang verweigert hatten. Sein Wahlsieg in der Verlängerung ist allerdings kein Triumph, sondern ein Debakel.

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SZ PlusVon Peter Burghardt

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