Gegen Ende der Festspiele zu seinem 80. Geburtstag hat Donald Trump die Umrisse eines Friedensabkommens mit Iran bekannt gegeben. Die große Sause zur Feier seiner eigenen Größe krönte der US-Präsident am Wochenende mit dem, was er als Beweis seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten als Friedensstifter darstellte. Allerdings sind noch viele Einzelheiten unklar, und Krisenherde wie Libanon könnten den angestrebten Waffenstillstand jederzeit gefährden. Bei aller Ungewissheit aber zeichnet sich doch eine Erkenntnis ab: Trumps Deal beseitigt vor allem Missstände, die der US-Präsident mit seinem Krieg gegen Iran selbst geschaffen hat. Der von Trump selbst gewählte Waffengang mit Tausenden Toten und massiven wirtschaftlichen Kollateralschäden hat im Grundsatz nicht viel verbessert im Nahen Osten. Immerhin: Der Konflikt richtet wenigstens nicht noch größeren Schaden an.
MeinungNahostEin amerikanischer Erfolg in Iran ist Trump Fiction

Kommentar von Nicolas Richter
Lesezeit: 3 Min.

Der US-Präsident hat einen äußerst teuren, verlustreichen Krieg geführt – und wenig dafür bekommen. Vor allem in einem Punkt nähert er sich seinem Vorgänger Barack Obama an.

