MeinungUSA und DeutschlandEgal, wie die Wahl ausgeht – die Zuneigung der Deutschen zu den USA wird bleiben

Portrait undefined Meredith Haaf

Kommentar von Meredith Haaf

Lesezeit: 3 Min.

Geliebtes Klischee, gelebtes Klischee - ein Football-Fan beim Bullenreiten vor einem Spiel der Arizona Wildcats in Tucson, Arizona.
Geliebtes Klischee, gelebtes Klischee - ein Football-Fan beim Bullenreiten vor einem Spiel der Arizona Wildcats in Tucson, Arizona. Ernesto Benavides/AFP

Die Bundesrepublik hat sich über Jahrzehnte zufrieden eingerichtet im Schutze des großen Verbündeten. Doch nun beschleicht so manchen das Gefühl: Hinterherwatscheln ist keine Gangart für die Ewigkeit.

SZ bei Google bevorzugen

In Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“, der wie kein anderer die innere und äußere Unordnung von Nachkriegsdeutschland unter der Besatzung erzählt, bahnt sich ein attraktiver, hochgewachsener, schwarzer US-Amerikaner namens Odysseus Cotton den Weg durch München, einen kleinen Kofferträger, „gebückt, alt, müde und pfiffig doch“, namens Josef im Schlepptau. Cotton lässt sich nicht beirren von Hausfrauen, Kleinkriminellen und Prostituierten, die ihn beäugen und behelligen auf der Straße, er schiebt sie aus dem Weg, dem Kofferträger gibt das ein gutes Gefühl und, so schreibt es Koeppen: „Josef folgte dem mächtigen Odysseus, watschelte in seinem Sog.“

Zur SZ-Startseite

US-Wahlkampf
:Heimspiel im Feindesland

Donald Trump im New Yorker Madison Square Garden: Ein besonderer Egotrip für den Kandidaten – der zeigt, welcher Irrsinn der Welt bei seiner Wiederwahl blühen würde.

SZ PlusVon Boris Herrmann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: