Über Monate haben Intensivmediziner in ganz Deutschland den Prozess gegen einen Narkosearzt vor dem Landgericht Regensburg verfolgt. Er war wegen Mordes angeklagt, weil er die Intensivbehandlung eines 79 Jahre alten schwer kranken Patienten nach mehr als 600 Stunden künstlicher Beatmung gestoppt hatte. Stattdessen ließ er ihm nur noch Morphin verabreichen, um dessen Schmerzen zu lindern.
MeinungKlinikenDieses Urteil erschwert ein Sterben in Würde

Kommentar von Rainer Stadler
Lesezeit: 2 Min.

Ein Narkosearzt stellt bei einem betagten Schwerkranken die Intensiv- auf Palliativbehandlung um − und entgeht nur knapp einer Verurteilung. Vielen Dank an die Justiz, die hier einen unnötigen Präzedenzfall geschaffen hat.
