MeinungKlinikenDieses Urteil erschwert ein Sterben in Würde

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Kommentar von Rainer Stadler

Lesezeit: 2 Min.

Ein Patient wird auf einer Intensivstation behandelt: Fachleute beklagen seit Langem eine Übertherapie am Lebensende.
Ein Patient wird auf einer Intensivstation behandelt: Fachleute beklagen seit Langem eine Übertherapie am Lebensende. Sina Schuldt/picture alliance/dpa

Ein Narkosearzt stellt bei einem betagten Schwerkranken die Intensiv- auf Palliativbehandlung um − und entgeht nur knapp einer Verurteilung. Vielen Dank an die Justiz, die hier einen unnötigen Präzedenzfall geschaffen hat.

Über Monate haben Intensivmediziner in ganz Deutschland den Prozess gegen einen Narkosearzt vor dem Landgericht Regensburg verfolgt. Er war wegen Mordes angeklagt, weil er die Intensivbehandlung eines 79 Jahre alten schwer kranken Patienten nach mehr als 600 Stunden künstlicher Beatmung gestoppt hatte. Stattdessen ließ er ihm nur noch Morphin verabreichen, um dessen Schmerzen zu lindern.

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Gerichtsprozess
:Der schmale Grat zwischen Medizin und Mord

Ein Narkosearzt steht zum zweiten Mal vor Gericht – und wird wohl zum zweiten Mal freigesprochen. Für viele Ärzte aber bleibt die Frage, wie sie todkranken Menschen helfen können, ohne sich strafbar zu machen.

SZ PlusVon Rainer Stadler

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