Hochschulen und Politik:Lasst sie studieren!

Lesezeit: 2 min

Sollen Universitäten ihre Studierende wegen politischer Haltungen verbannen können? Diese Frage stellt sich nicht nur wegen der propalästinensischen Proteste wie etwa an der FU Berlin. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Soll man Studierende von der Uni werfen, weil sie politisch höchst fragwürdige Ansichten haben? Klar ist doch, dass weniger Bildung nie die Lösung sein kann.

Kommentar von Ronen Steinke

Bildung bestärkt. Bildung eröffnet den Weg zu größerer gesellschaftlicher Wirksamkeit. Wenn ein Islamist wie der Kopf der Gruppe Muslim Interaktiv ("Kalifat ist die Lösung") an der Universität Hamburg ungehindert weiter auf Lehramt studiert, dann erregt das deshalb Besorgnis - und ebenso, wenn der verurteilte Rechtsterrorist Franco A. in Frankfurt am Main weiter für Jura eingeschrieben ist, obwohl dort der linke Asta seine Exmatrikulation verlangt. Die Sorge ist: Wehe uns, wenn solche Leute später Anwälte werden. Oder Lehrer. Die Sorge ist real, natürlich, und sie ist richtig.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusHochschulen
:"Ein schwerer Grundrechtseingriff"

Nach dem Sylt-Video und propalästinensischen Protestcamps wird an Hochschulen über Exmatrikulationen diskutiert. Sollten Unis Studierende zur Strafe rausschmeißen können - oder ist das allein Sache der Justiz?

Von Kathrin Müller-Lancé und Ronen Steinke

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: