MeinungFusion von Commerzbank und UnicreditDas wäre eine Bank von gefährlicher Größe

Kommentar von Meike Schreiber

Lesezeit: 2 Min.

Andrea Orcel, Chef der italienischen Großbank Unicredit, will die deutsche Commerzbank übernehmen.
Andrea Orcel, Chef der italienischen Großbank Unicredit, will die deutsche Commerzbank übernehmen. IMAGO(2)

Auf den ersten Blick ist nichts daran auszusetzen, wenn in Europa ein börsennotiertes Unternehmen ein anderes übernehmen will. Doch was passiert, wenn ein so großes Geldinstitut ins Wanken gerät? Die Bundesregierung sollte sich die Pläne genau erläutern lassen.

Ist es ein cleverer Schachzug – oder eine Verzweiflungstat, mit der Andrea Orcel sein Ziel ohnehin verfehlen wird? Die Meinungen in der Finanzbranche über den Vorstoß des Chefs der italienischen Großbank Unicredit, die Commerzbank zu übernehmen, gehen weit auseinander. Je nachdem, ob man Orcels Plan, eine paneuropäische Großbank zu schmieden, eher für visionär oder vermessen hält. Am Montag legte Orcel ein sogenanntes freiwilliges Übernahmeangebot vor, wobei die Konditionen derart unattraktiv sind, dass er damit kaum eine Mehrheit der Aktionäre gewinnen dürfte. Möglich ist, dass er ein neues Angebot macht, während er versucht, die Bundesregierung und die Commerzbank-Führung zu überzeugen, die seinen Plan bislang ablehnen. Oder aber er bereitet damit den Rückzug vor.

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