MeinungUngarnWie man Machthaber nicht stürzt – und wie vielleicht doch

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Kommentar von Verena Mayer

Lesezeit: 4 Min.

Viktor Orbán, wie er es mit Schimpfen und Schreien versucht: der ungarische Ministerpräsident am Freitag vergangener Woche in Győr im Westen des Landes.
Viktor Orbán, wie er es mit Schimpfen und Schreien versucht: der ungarische Ministerpräsident am Freitag vergangener Woche in Győr im Westen des Landes. Bernadett Szabo/REUTERS

Anderthalb Wochen vor der Wahl ist Ministerpräsident Viktor Orbán schwer in Bedrängnis, trotz aller Tricks. Sein Herausforderer Péter Magyar führt in den Umfragen deutlich. Weil er über Inflation spricht statt über Demokratie.

Viktor Orbán war gekommen, um auf einem Hauptplatz zu sprechen. Ein Routinetermin in den letzten Wochen des Wahlkampfs, die Gelegenheit, um der Menge zu erzählen, was er alles für Ungarn getan habe und noch tun werde. Doch die Menschen pfiffen und buhten. Und der Ministerpräsident? Der begann zu schreien. Sagte von oben herab, dass die da unten nicht auf der Seite Ungarns seien. Sondern eine proukrainische Regierung an der Macht sehen wollten, die das Geld der Ungarn in die Ukraine schicken werde.

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