MeinungWahlIn Ungarn geht es um den ideellen Kern der EU

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Kommentar von Josef Kelnberger

Lesezeit: 2 Min.

Wenige Tage vor den Wahlen empfängt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán (Mitte) den US-Vizepräsidenten J. D. Vance – ein klares Signal dafür, wo Orbán seine Verbündeten sieht.
Wenige Tage vor den Wahlen empfängt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán (Mitte) den US-Vizepräsidenten J. D. Vance – ein klares Signal dafür, wo Orbán seine Verbündeten sieht. Jonathan Ernst/Pool Reuters/AP/d

Regierungschef Viktor Orbán hat längst eine Autokratie errichtet, die europäische Werte wie Freiheit und Rechtsstaatlichkeit missachtet. Vom Wahlergebnis in Budapest hängt für Brüssel daher viel ab.

Die Europäische Union bräuchte dringend gute Nachrichten, am besten eine sehr gute Nachricht. Als Utopist könnte man davon träumen, dass die Staats- und Regierungschefs geschlossen Donald Trump die Stirn bieten, dass sie seinen autokratischen Regierungsstil ebenso verurteilen wie seine militärischen Abenteuer, dass sie an einem Strang ziehen, um Europa schnell eigenständig zu machen. Realistischerweise wäre für die EU schon viel gewonnen, käme am Sonntag aus Budapest die Nachricht: Viktor Orbán als ungarischer Regierungschef abgewählt.

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