Als die Ukrainer Wolodimir Selenskij im Jahr 2019 zum Präsidenten wählten, taten sie das wegen dessen Image als Saubermann. Er würde, so die Hoffnung, mit der allgegenwärtigen Korruption aufräumen, wie er es zuvor schon in einer populären Fernsehserie getan hatte. Doch einmal im Amt folgte dem Versprechen wenig, weshalb Selenskijs Umfragewerte bis Anfang 2022 stetig sanken. Und dann kam der russische Überfall, Selenskij blieb in Kiew – und war plötzlich wieder ein Vorbild, nicht nur für viele Soldaten.
MeinungUkraineDie EU sollte Geld zurückhalten, bis Selenskij gegen die Korruption vorgeht

Kommentar von Florian Hassel

Auch mit der Rücknahme eines Skandalgesetzes durchs Parlament in Kiew ist der Skandal nicht ausgeräumt. Es braucht eine angemessene Antwort aus Brüssel.
