Manchmal regieren unerwartete Momente das Weltgeschehen mit, Glück, Missgeschicke. Der Schriftsteller Stefan Zweig beschrieb in der „Weltminute von Waterloo“ einmal das Zaudern des Marschalls Grouchy, der von Napoleon einen klaren Befehl erhalten hatte: Er solle mit einem Teil der Truppen einfach der preußischen Armee nachjagen, damit die sich nicht mit dem Heer der Engländer vereinen könne. Aber er fand sie nicht. Als in der Nähe bereits Schlachtenlärm zu hören war und Napoleon in der Bredouille war, lehnte der verunsicherte Grouchy das Flehen seiner Generäle ab, Napoleon schnell zu helfen. Er krallte sich an seiner Aufgabe fest, wollte weitersuchen. Ein einziges beherztes Umdenken, und die Geschichte wäre vielleicht anders verlaufen. Zweig schrieb von einem „Flügelschlag des Schicksals“.
MeinungKriegEs muss doch eine Lösung geben? Ja. Aber leider noch nicht jetzt

Kommentar von Frank Nienhuysen
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Seit Monaten wird verhandelt, aber Frieden wird vorerst eine Illusion bleiben. Putin will weitermachen, die Ukraine will nicht aufgeben.
