Ukraine-Konferenz:Das wichtigste Ergebnis: ein Foto

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Familienfoto während der Eröffnung des Friedensgipfels für die Ukraine im Bürgenstock-Komplex (Foto: MICHAEL BUHOLZER/AFP)

Auf dem Bürgenstock zeigen 90 Staaten, dass sie für einen russischen Diktatfrieden nicht zur Verfügung stehen. Die große Frage ist, wie lange das so bleibt.

Kommentar von Daniel Brössler

Auf die Frage, was von der großen Ukraine-Konferenz in der Schweiz bleiben könnte, hat Bundeskanzler Olaf Scholz mit einem zwar wenig originellen, aber doch treffenden Bild geantwortet. Scholz beschrieb den auf dem Bürgenstock verhandelten Friedensprozess als zarte Pflanze. Aus so einem Pflänzchen kann, bei guter Pflege, theoretisch ein Baum werden. Oder eben, wenn es an Wasser mangelt oder ein großes Tier darauf trampelt: gar nichts. Ob die Zusammenkunft in der beschaulichen Schweizer Bergwelt die Menschen in der geschundenen Ukraine dem Frieden näher gebracht hat, wird sich erst im Rückblick beurteilen lassen. Dabei kommt es auch nicht so sehr auf die einzelnen in der Schweiz gefassten Beschlüsse an, so grundrichtig sie auch sein mögen, wie etwa die Forderung nach Rückgabe der nach Russland entführten Kinder.

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