China und der Krieg:Schweigen, nichts als Schweigen

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Hat Putin ihn getäuscht? Oder wusste Chinas Präsident Bescheid über Russlands Angriffsplan? Xi Jinping in der der Großen Halle des Volkes, Peking 2021. (Foto: Andy Wong/AP)

Die Führung in Peking steht unter Komplizenverdacht. Deckt sie den Überfall Russlands auf die Ukraine? Die Antwort auf diese Frage hat weitreichende Folgen für die Weltordnung.

Kommentar von Stefan Kornelius

Wenn Wissende wenig reden und Redende wenig wissen, dann müsste Chinas Staats- und Parteichef über besondere Erkenntnisse auch im Ukraine-Krieg verfügen. Xi Jinping jedenfalls übt sich seit 4. Februar in der Kunst der nichtssagenden Vieldeutigkeit - seit jenem Tag also, an dem er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Erklärung über die Neuordnung der Welt abgab, die in dem Satz gipfelte, die Freundschaft zwischen China und Russland kenne "keine Grenzen". Festgehalten wurde außerdem, dass nun eine neue Zeit der globalen Ordnung anbreche, dass eine Blockbildung von Staaten (also die Erweiterung der Nato) nicht zugelassen werden dürfe und dass Demokratie kein Privileg einzelner Staaten sei, sondern jeweils anders definiert werden könne.

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