MeinungPolizeiliche GesichtserkennungZu Risiken und Nebenwirkungen informieren Sie sich gerne mal in China

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Kommentar von Ronen Steinke

Lesezeit: 2 Min.

Hier in Schwerin, Marienplatz: Die Kamera sieht alle und alles.
Hier in Schwerin, Marienplatz: Die Kamera sieht alle und alles. Foto: Jens Büttner/dpa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will, dass Kameras die Menschen nicht nur sehen, sondern künftig auch identifizieren dürfen. Ob er wohl die Folgen ahnt?

Zu den Risiken und Nebenwirkungen einer ausgeklügelten Technologie, mit der die Gesichter aller Menschen im öffentlichen Raum automatisch identifiziert werden, fragen Sie einen Arzt oder Apotheker in China. Dort weiß der Staat, jedenfalls in den Städten, immer, wo jemand ist. Dort erkennt jede Videokamera, wer vor ihr steht. Dort guckt die Polizei immer zu. Jeder Chinese, jede Chinesin ist mit Bild in einer Datenbank, und das heißt: Alle tragen quasi ihren Personalausweis auf der Stirn. Das hat Auswirkungen darauf, wie es sich lebt in diesem Land; nämlich geduckt und übervorsichtig. Denn wer überwacht wird, der sieht sich auch selbst durch die Augen seiner Überwacher. In China: rund um die Uhr.

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