Das Quadrell am Sonntag bei RTL war das bessere Duell: Es war lebendiger als das moderierte Zwiegespräch zwischen Kanzler Olaf Scholz (SPD) und seinem Herausforderer Friedrich Merz (CDU) vor einer Woche. Es deckte die Meinungsvielfalt im Bundestag und in der Bevölkerung besser ab. Und es wurde dem – bedauernswerten – Umstand gerecht, dass die Rechtspopulisten in diesem Bundestagswahlkampf zum ersten Mal eine nennenswerte Größe sind. Deshalb war im Studio auch Alice Weidel anwesend, die Co-Chefin der AfD, für die etwa 20 Prozent der Deutschen stimmen wollen. Es wäre schädlich gewesen, Weidel aus den großen TV-Formaten auszuschließen, denn das hätte es der AfD und ihrer Anhängerschaft nur erlaubt, sich zu Opfern zu erklären.
MeinungBundestagswahlWeidel steht beim Quadrell im Abseits, aber sie wird den anderen eine Mahnung bleiben

Kommentar von Nicolas Richter
Lesezeit: 3 Min.

In der TV-Debatte am Sonntag kann die Co-Chefin der AfD weder mit ihrem Auftreten noch mit ihren Inhalten überzeugen. Aber sie erinnert den möglichen nächsten Kanzler Friedrich Merz daran, dass er nicht scheitern darf.

TV-Quadrell:„Gute Reise, nicht mit uns“
Zwei Stunden debattieren vier Kanzlerkandidaten bei RTL, wie das Land aus der Krise kommen soll. Friedrich Merz grenzt sich scharf von Alice Weidel ab, alle wundern sich über einige Fragen. Am Ende gibt es für das Publikum einen klaren Sieger.
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