Türkei:A bissl Erpressung geht immer

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Türkei: Berechenbar unberechenbar: Recep Tayyip Erdoğan auf dem Weg zum Nato-Treffen im März.

Berechenbar unberechenbar: Recep Tayyip Erdoğan auf dem Weg zum Nato-Treffen im März.

(Foto: Evan Vucci/AFP)

Mit seiner Blockade-Drohung spielt der türkische Präsident gegenüber der Nato einmal wieder auf Risiko - denn das bringt ihm Erfolg bei den Wählern. Zu erfolgreich darf er damit nicht sein.

Kommentar von Tomas Avenarius

Das Angenehme am türkischen Präsidenten ist seine Vorhersehbarkeit: Er spielt in der Außenpolitik immer auf Risiko. Weniger angenehm ist, dass man nie weiß, was genau Recep Tayyip Erdoğan demnächst wieder aushecken wird - er ist eine "loose cannon", ein Sicherheitsrisiko. Jüngst wollte er zehn Botschafter aus dem Land schmeißen, sie hatten auf Rechtsstaatlichkeit im Umgang mit einem bekannten Oppositionellen gepocht. Die Diplomaten sind zwar noch in der Türkei: Erdoğans über den präsidialen Alleingang entsetzte Außenpolitiker und die Diplomaten der gemaßregelten Staaten hatten daraufhin eine Erklärung gezimmert, die beide Seiten das Gesicht wahren ließ. Aber obwohl er einen Rückzieher hatte machen müssen, stand Erdoğan selbst bei seinen Anhängern als Kraftprotz da. Für ihn zählte als Erfolg, was für seine westlichen Partner das Gegenteil einer vertrauensbildenden Maßnahme war.

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