Sie gingen auf die Straße. Am selben Tag noch, am Mittwoch, nicht nur in Istanbul, in vielen türkischen Städten, und das, obwohl der Staat es verboten hatte, obwohl er das Internet drosselte, soziale Netzwerke blockierte, U-Bahn-Stationen schloss und Straßen sperrte. An diesem Tag, als morgens der wichtigste Oppositionelle des Landes festgenommen worden war. Und jetzt? Was können Proteste ausrichten gegen einen Präsidenten, der beschlossen hat, seinen Herausforderer bei den nächsten Wahlen nicht antreten zu lassen? Das ist die Frage am Tag danach.
MeinungTürkeiErdoğan hat seinem Volk die Wahl genommen

Kommentar von Raphael Geiger
Lesezeit: 2 Min.

Die Festnahme von Oppositionskandidat İmamoğlu zeigt: Der türkische Präsident glaubt nicht mehr daran, gegen diesen in einer Abstimmung bestehen zu können.
