MeinungUSAEuropa ist selbst schuld daran, dass es die Unverschämtheiten Trumps dulden muss

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Kommentar von Nicolas Richter

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Als sie alle eilig zu ihm fuhren: die Staats- und Regierungschefs großer europäischer Länder im August bei Trump im Weißen Haus.
Als sie alle eilig zu ihm fuhren: die Staats- und Regierungschefs großer europäischer Länder im August bei Trump im Weißen Haus. (Foto: Alexander Drago/REUTERS)

Die neue Nationale Sicherheitsstrategie aus dem Weißen Haus liest sich wie eine Anklage gegen die langjährigen Verbündeten. Die müssen nun mit Bedacht reagieren.

Nein, die Tiraden von US-Vizepräsident J. D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz waren nicht bloß Geschwätz. Vance verriet, was die Regierung Donald Trumps von ihren europäischen „Freunden“ hält – nicht viel. Durch die neue US-Sicherheitsstrategie ist es nun sogar amtlich: Das Weiße Haus sieht die Europäer weniger als Verbündete, mit denen es Werte und Interessen teilt, sondern vielmehr als einen Haufen Probleme, der die Annäherung zwischen Washington und Moskau stört. Europa ist demnach zu offen für Migration, undemokratisch gegenüber rechten Parteien, stur und verblendet im Ukraine-Krieg. Die USA, einst Erfinder des transatlantischen Bündnisses, gründen ihre Strategie heute auf Verachtung für Europas Regierende.

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SZ PlusVon Hubert Wetzel

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