Als Metapher erfreut sich das Huhn selbst noch im digitalen Zeitalter größter Beliebtheit. Egal ob es das blinde Huhn ist, die lachenden Hühner oder das Henne-Ei-Problem – die Verwendung ist vielfältig. So auch im US-amerikanischen Sprachraum, wo „chicken out“ jemanden beschreibt, der seine Nerven verliert, den Schwanz einzieht oder sich in die Hose macht. Die Financial Times hatte jüngst die Zollpolitik des US-Präsidenten als „Taco trade“ bezeichnet. Das Akronym Taco meint „Trump always chickens out“ und verweist damit nicht nur auf sein hühnerhaftes Hin und Her in der Handelspolitik, sondern auch auf den Effekt an den Börsen: Dort profitieren nämlich jene, die sich – wenn Trump der Welt mal wieder ein Ei gelegt hat – schnell mal günstig Aktien kaufen. So, als handele es sich hierbei um Mais-Tortillas im Angebot. Der Begriff „chicken out“ dürfte auf die Tradition des Hahnenkampfes zurückgehen, einst ein beliebtes Wettspiel vor allem bei der männlichen Landbevölkerung. Als Trump jetzt von einer Journalistin auf seinen neuen Spitznamen angesprochen wurde, rastete er naturgemäß aus und nannte die Frage „böse“. Es wäre aber dumm, wenn gerade kritische Medien deshalb künftig einen Frosch im Hals hätten.
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Kann über seinen neuen Spitznamen nicht lachen: US-Präsident Donald Trump.
Alex Wroblewski/AFPNeuer Spitzname für Donald Trump, den dieser nicht mag, wie gerade seine Reaktion auf einer Pressekonferenz gezeigt hat. Was er bedeutet?
Von Martin Zips