Man muss Verständnis haben für Donald Trump. Er wurde aufs Schäbigste übergangen. Und das ja nicht nur einmal. Der Friedensnobelpreis war nur einer der Nobelpreise, die ihm im vergangenen Herbst verwehrt wurden. Außerdem war er schon bei den Auszeichnungen für Physik, Chemie, Literatur und Wirtschaft leer ausgegangen. Vier verschiedene Preise, jeweils dotiert mit elf Millionen schwedischen Kronen, einer schön großen Goldmedaille und einer Urkunde. Keiner dieser Preise für ihn. Selbst als er bei Medizin ignoriert wurde, hat er nichts gesagt, obwohl er doch derjenige war, der auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie das Spritzen von Desinfektionsmitteln empfahl. Aber hat Trump sich beschwert, als der Preis an irgendjemand anderen ging, ist ja vollkommen egal an wen, jedenfalls nicht an ihn? Nichts. Kein Wort. Da ist es nur folgerichtig, wenn er beim sechsten Preis dann doch mal aufbegehrt.
MeinungDonald TrumpJeden Tag ein neuer Unsinn, auf den man starren muss

Kommentar von Alex Rühle
Lesezeit: 2 Min.

Dieser US-Präsident meint, ihm stehe allen Ernstes der Friedensnobelpreis zu – und benimmt sich wie ein Bub, der im Süßwarenladen abgewiesen wird. Die Frage ist erneut nur, welches Regal er als Nächstes umschmeißen wird.
