Man muss nur einmal die Figueroa Street in South Central Los Angeles runterfahren, und im Scheinwerferlicht entblößt sich das moralische Rückgrat der USA. Stark geschminkte Mädchen, vielleicht 13 oder 14 Jahre alt, stöckeln auf viel zu hohen Plastikpumps und in Tangas über den Asphalt, um ihr nacktes Fleisch zum Spottpreis zu verkaufen. An den frierenden Teenagern, die von vorbeirauschenden SUVs angehupt werden, sieht man, wen die politische Elite der USA wirklich schützt: nicht Kinder, sondern erwachsene Männer und ihre Spielplätze. Polizisten klagen, die laschen Gesetze sowie chronische Unterbesetzung machten es ihnen fast unmöglich, den pimps, den Zuhältern, dauerhaft das Handwerk zu legen.
MeinungUSATrump und Co. schützen nicht Kinder, sondern perverse Männer

Kolumne von Michaela Haas
Lesezeit: 4 Min.

Aus dem Fall Epstein lernen Frauen: Wenn du sprichst, verlierst du. Wenn du nicht sprichst, verlierst du auch. Kein Wunder, dass vier von zehn Amerikanerinnen zwischen 15 und 44 laut der jüngsten Gallup-Umfrage die USA am liebsten verlassen würden.

SZ-Podcast „Deutsch-Amerikanische Freundschaft“:„Die Demokraten haben ihr Momentum selbst zerstört“
Erst feiern, dann einknicken: Hätten die Demokraten nach ihren erstaunlichen Wahlsiegen selbstbewusster mit Trump verhandeln müssen? Und was heißt jetzt noch mal BSW? Die neue Folge des Podcasts zwischen Berlin und New York.
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