MeinungUSA und Saudi-Arabien:Ach, das bisschen Mord

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Kommentar von Nicolas Richter

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US-Präsident Donald Trump (re.) begrüßt den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zum Dinner im Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump (re.) begrüßt den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zum Dinner im Weißen Haus. (Foto: Alex Brandon/AP/dpa)

Der US-Präsident verhöhnt ein Opfer der saudischen Gewaltherrschaft. Aber es geht ja um Geschäfte mit dem Regime in Riad.

Dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman ist ein rauschendes Comeback gelungen. Vor wenigen Jahren galt er im Westen noch als Aussätziger, weil er die Ermordung des saudischen Dissidenten Jamal Khashoggi angeordnet haben soll. Khashoggis Leiche wurde 2018 von saudischen Agenten in der Türkei zersägt und beseitigt. Die grausige Geschichte sollte unerwähnt bleiben, als der mutmaßliche Anstifter bin Salman jetzt milde lächelnd im Oval Office saß. Gastgeber Donald Trump herrschte eine Reporterin an, die Khashoggi erwähnt hatte – er sagte: „Dinge passieren.“ Übersetzt: Ach, das bisschen Mord. Für Trump sind Despoten nur unerträglich, solange er keine Deals mit ihnen macht.

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Von Tomas Avenarius

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