Gerichtsentscheidung in New York:Ein richtiges, aber dennoch politisches Urteil gegen Trump

Gerichtsentscheidung in New York: Nach dem Urteil spricht Donald Trump in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida.

Nach dem Urteil spricht Donald Trump in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida.

(Foto: Rebecca Blackwell/dpa)

Im Betrugsfall gegen den ehemaligen Präsidenten gibt es niemanden, der sich geschädigt fühlt - und doch wird er zu einer drakonischen Geldstrafe verurteilt. Trump wird dieses Urteil dazu nutzen, die mit allem Recht gegen ihn anhängigen Verfahren als Hexenjagden abzutun.

Kommentar von Christian Zaschke

Viele Demokraten mögen frohlocken über das harsche New Yorker Urteil gegen Donald Trump, doch nicht nur nach europäischem Rechtsverständnis wirft es einige Fragen auf. 355 Millionen Dollar soll er wegen Betrugs zahlen, drei Jahre lang darf er keine Geschäfte mehr im Bundesstaat New York führen. Das ist eine enorme Strafe, finanziell ohnehin, aber auch symbolisch, da Trump aus New York stammt. Alles, was er heute darstellt, ist er in dieser Stadt geworden. Eine der wichtigsten Fragen lautet: Ist diese Strafe verhältnismäßig? Knappe Antwort: nein.

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