Tiktok ist für viele seiner Nutzer vor allem eines: ein gewaltiger Zeitfresser. Nicht wenige Menschen, die die Plattform als App auf dem Smartphone haben, klagen über das Loch, in das sie fallen, wenn sie Kurzvideo nach Kurzvideo schauen. Jedes einzelne ist nur wenige Sekunden lang, aber in der Summe sind dann zwei, drei, vier Stunden vergangen. Tiktok, ein Produkt des chinesischen Techgiganten Bytedance, hat sich in den vergangenen Jahren als vierter großer Player unter den Social-Media-Plattformen etabliert, neben Instagram, Facebook und Snapchat. Dabei ist Tiktok gar nicht so sozial, zumindest im Wortsinn: Eigene Inhalte zu posten, Likes und Kommentare zu bekommen, spielt dort für die meisten eine untergeordnete Rolle. Lieber schaut man anderen zu. Spätestens seit 2020 eifern die anderen Plattformen Tiktok mit seiner klaren Ausrichtung auf Bewegtbild nach. In den Clips geht es um Politik, Putztipps, die Liebe, alles. Und weil das, was auf Tiktok passiert, potenziell relevant ist, tummeln sich dort nun etablierte Firmen. Auch die SZ. Dabei ist vielen westlichen Politikern die chinesische Eigentümerschaft der App ein Dorn im Auge, sie haben Datenschutz- und Sicherheitsbedenken. Das US-Geschäft von Tiktok wird daher an einen neuen Eigentümer abgegeben.
Aktuelles LexikonWas ist Tiktok?

Für ihre Nutzer ist die App zugleich Inspirationsquelle und Zeitfresser. Die Plattform aus China treibt seit Jahren andere Social-Media-Firmen vor sich her.
Von Max Fluder
