MeinungThailandFreispruch für den früheren Premier? Man sollte sich nicht zu früh freuen

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Kommentar von David Pfeifer

Der ehemalige thailändische Premier Thaksin Shinawatra verlässt das Gerichtsgebäude in Bangkok nach seinem Freispruch.
Der ehemalige thailändische Premier Thaksin Shinawatra verlässt das Gerichtsgebäude in Bangkok nach seinem Freispruch. CHANAKARN LAOSARAKHAM/AFP

Ein Gericht in Bangkok hat die Anklage gegen Thaksin Shinawatra fallen gelassen. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Thailand immer noch mit seiner Demokratie ringt.

Die meisten Menschen denken bei Thailand an Strände, gutes Essen und Freundlichkeit. Wenigen ist bewusst, dass sich das Land in einem andauernden Ringen mit der Demokratie befindet. Nicht nur das Militär, das wiederum mit dem Königshaus verbunden ist, übt viel Macht im Land aus, sondern auch der alte Geldadel, der seine Pfründe verteidigt. Nur vor diesem Hintergrund lässt sich verstehen, was gerade mit der Familie Shinawatra geschieht. Tochter Paetongtarn ist offiziell noch Premierministerin, allerdings suspendiert, bis das Verfassungsgericht darüber entscheidet, ob sie sich „unethisch verhalten“ hat. Dafür wurde der Vater Thaksin, bis 2006 selbst Premierminister, am Freitag vom Vorwurf der Majestätsbeleidigung freigesprochen.

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:Was ist Majestätsbeleidigung?

Verstoß gegen die Würde eines Monarchen, der in Thailand mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet wird. Eine Anklage gegen den früheren Regierungschef Thaksin Shinawatra deswegen wurde gerade fallen gelassen.

Von Arne Perras

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