Als Außenminister Johann Wadephul Ende Oktober das Offensichtliche aussprach, stand er im Damaszener Vorort Harasta. „Hier können wirklich kaum Menschen würdig leben“, sagte er. So eine Zerstörung habe er noch nie gesehen. Um Wadephul und seine Delegation herum sind auf Fotos die Gerippe von Wohnhäusern zu sehen. Als er hinzufügte, dass die Rückkehr von Syrern momentan nur eingeschränkt möglich sei, meinte er diese Trümmer.
MeinungDamascus DossierNicht nur die Häuser sind zerstört. Sondern auch die Seelen der Menschen

Kommentar von Lena Kampf
Lesezeit: 3 Min.

Wenn in Deutschland über die Rückkehr von Syrerinnen und Syrern in ihr Heimatland gesprochen wird, geht es um die Zerstörungen, die man sieht. Wo aber sollen die Wunden ausheilen, die Folter und Mord hinterlassen haben?
