MeinungAnschlag in SydneyGesellschaften, die nur ihren Frieden wollen, sind besonders verwundbar

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Kommentar von Thomas Hahn

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Trauer nach der feigen Attacke vom Sonntagabend. Mit dem schönen Australien-Gefühl kommt ein Problem: Man traut dem Frieden so sehr, dass man Gefahren unterschätzt.
Trauer nach der feigen Attacke vom Sonntagabend. Mit dem schönen Australien-Gefühl kommt ein Problem: Man traut dem Frieden so sehr, dass man Gefahren unterschätzt. (Foto: Hollie Adams/REUTERS)

Die Tat von Bondi Beach scheint einen islamistischen Hintergrund zu haben. Aber auch die Neonazis im Land werden selbstbewusster. Der Staat muss jetzt an beiden Fronten gegen Antisemitismus kämpfen.

Australiens Premierminister Anthony Albanese will jetzt die Waffengesetze verschärfen. Das hat er nach dem tödlichen Anschlag auf eine jüdische Festgemeinde am Bondi Beach in Sydney gesagt. Vor allem will er die Anzahl an Feuerwaffen begrenzen, die man besitzen darf. Denn nach Angaben der Polizei hatte einer der beiden Schützen nicht nur einen Waffenschein, sondern besaß gleich sechs Schusswaffen. Albaneses Vorschlag ergibt Sinn. Allerdings kann er in diesen Tagen der Trauer nur eine erste Idee sein. Gegen den Antisemitismus, der sich in seinem Land ausbreitet, wird der Regierungschef weitere Lösungsansätze brauchen.

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Der Anschlag zeigt eine andere, düstere australische Wirklichkeit.  In der Vielvölkergesellschaft scheinen gewalttätige Kräfte den Frieden unterwandern zu wollen. Antisemitismus ist ein wachsendes Problem.

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