Kyrill, der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, bezeichnete Putins Angriffskrieg in der Ukraine als einen "Krieg gegen die Sünde". Dieser Krieg, so der Kirchenmann, diene nämlich unter anderem dem Schutz der Mitglieder seiner orthodoxen Kirche vor Homosexualität, vor Sex-Paraden und vor deren Lobpreis durch den Westen. Das Kürzel LGBTQ, die im Westen übliche Sammelbezeichnung für Lesbisch, Gay, Bisexuell, Transgender und Queer, nahm der Patriarch erst gar nicht in den Mund. Aber er tat so, als sei Putins Krieg so eine Art Gottesdienst gegen die angeblich sündigen Maßstäbe, die den wahren Gläubigen von den "Weltmächten" aufgezwungen würden.
MeinungUmgang mit Sünden:Wir lieben nicht zu viel, wir lieben zu schlecht

Kolumne von Heribert Prantl
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Die Sexuallehre der katholischen Kirche ist verdorben und bringt Verderben - sie ist es also, die sündhaft ist. Was der Katholikentag tun kann.
