Die Erleichterung ist groß: Südkoreas Verfassungsgericht hat den rechtsextremen Präsidenten Yoon Suk-yeol des Amtes enthoben nach dessen Notstandserklärung ohne Notstand. Das Urteil macht klar, dass das Kriegsrecht kein Mittel ist, um die Opposition zu bekämpfen. Und es erging sogar einstimmig, obwohl die acht Richterinnen und Richter von unterschiedlichen politischen Lagern nominiert wurden.
MeinungSüdkoreaDer Putschversuch ist gescheitert, aber die Staatskrise nicht vorbei

Kommentar von Thomas Hahn

Yoon Suk-yeol mag des Präsidentenamtes enthoben sein, doch hat er immer noch viele Anhänger, die für ihn auf die Straße gehen.
Ahn Young-joon/APDas Verfassungsgericht enthebt Yoon Suk-yeol des Präsidentenamtes. Das ist ein starkes Signal, ändert jedoch nichts daran: Dieses Land braucht eine andere politische Kultur.
