Südafrika:Mandelas korrupte Kinder

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Die einen haben sich in Südafrika die Taschen voll gemacht, für die vielen anderen bleibt nur Armut übrig - eine Frau auf einem Markt in Durban. (Foto: Emilio Morenatti/AP)

Der ANC hat den Staat in 30 Jahren heruntergewirtschaftet. Nur fair also, dass die Partei einer historischen Wahlpleite entgegensieht. Aber: Ist das auch gut fürs Land?

Kommentar von Paul Munzinger

Wahlkampf, das ist für die Menschen in Südafrika in diesem Jahr die Gelegenheit, ein altes Gefühl neu kennenzulernen: wie es ist, wenn man seinen Tag nicht nach dem Stundenplan des staatlichen Stromversorgers ausrichten muss. Von einem Tag auf den anderen endete vor zwei Monaten das sogenannte Loadshedding, die über Jahre zur fast täglichen Routine gewordenen stundenlangen Blackouts. Der Strom fließt wieder in Südafrika. Den Elektroherd, die Waschmaschine oder die Küchenlampe können die Menschen anschalten, wann sie wollen. Dass das nichts mit der Wahl am 29. Mai zu tun hat, wie die Regierung beteuert, das glaubt niemand.

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Von Paul Munzinger

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