MeinungBürgerkriegDer Sudan ist der Welt nahezu egal

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Kommentar von Arne Perras

Lesezeit: 2 Min.

Diese Frauen und Kinder aus dem Sudan warten in der Grenzstadt Adré im Tschad auf den Weitertransport in ein Flüchtlingslager.
Diese Frauen und Kinder aus dem Sudan warten in der Grenzstadt Adré im Tschad auf den Weitertransport in ein Flüchtlingslager. Eva Krafczyk/dpa

Eine internationale Konferenz in Berlin soll drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs helfen, das immense Leid der Bevölkerung zu lindern. Daran wird sich wenig ändern, solange die Kriegsherren Waffen bekommen und es keine ernsthaften Verhandlungen gibt.

Der sudanesischen Schriftstellerin Rania Mamoun geht ein Foto nicht mehr aus dem Kopf. Sie hat davon bereits im Frühjahr 2023 in der Zeitung Guardian erzählt, wenige Monate nach Ausbruch des Krieges in Khartum. Das Bild zeigt ein Kind, das Schutz unter einem Bett sucht, um einen Bissen zu essen. Es hat offenbar eine große Sehnsucht nach Geborgenheit, kann sie aber nicht finden. Denn die Kinder im Sudan sind in einem Land gefangen, in dem bewaffnete Männer wehrlose Familien jagen. Sie erschießen Väter, sie vergewaltigen Mütter und Töchter, sie versklaven Kinder.

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