Energiekrise:Warum ein Preisdeckel zum Kurzschluss führt

Lesezeit: 3 min

Energie in Deutschland: Braunkohlekraftwerk in Neurath

Braunkohlekraftwerke wie dieses in Neurath haben derzeit einen großen Vorteil - ihr Rohstoff ist verfügbar.

(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Auch wenn Strom immer teurer wird, nützen staatliche Eingriffe den Menschen nicht. Ganz im Gegenteil.

Kommentar von Michael Bauchmüller

Der Krieg markiert eine Zeitenwende, er verändert wirklich alles. Die Angst vor dem Winter wächst, an den Märkten explodieren die Preise. Es drohen Hunger und Not. Da greift die Regierung beherzt ein: Am 28. Oktober 1914, auf den Tag drei Monate nach Beginn des Ersten Weltkrieges, verhängt sie Höchstpreise für Getreide. Nur die erhoffte Wirkung tritt nicht ein. Statt die Mehl- und Brotpreise zu stabilisieren, lässt der Eingriff den Schwarzhandel florieren: Es finden sich immer Wege, das Getreide jenseits des Höchstpreises zu verkaufen. Die Armen aber hungern. Kein Preisdeckel kann es verhindern.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Beautiful redhead with dog; single
Liebe und Partnerschaft
»Manche Menschen haben große Angst, allein zu sterben«
Trainer practicing squats with male and female clients in park; Sport Fitness Ernährung
Gesundheit
"Wer abnehmen möchte, sollte das nicht allein über Sport versuchen"
SZ-Magazin
Patti Smith im Interview
"Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben"
fremdgehen
Untreue
"Betrogene leiden unter ähnlichen Symptomen wie Traumatisierte"
Woman Soaking Feet in Basin; Fußgesundheit
Gesundheit
"Ein Fuß muss täglich bis zu 1000 Tonnen tragen"
Zur SZ-Startseite