Es gibt sie noch, die Fans der schwarz-roten Koalition. Man müsse doch auch die Erfolge sehen, die in einem halben Jahr unter schwierigen Bedingungen erzielt worden seien, hat einer von ihnen gerade appelliert. Es war Friedrich Merz beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung. Und ja, „selbstverständlich“ werde die Koalition halten, versicherte der Bundeskanzler. Es war gut, dass der Kanzler das klargestellt hat. Noch besser wäre gewesen, er hätte es nicht müssen. In der Bevölkerung hat die Koalition aus Union und SPD ihre knappe Mehrheit bereits eingebüßt. Akut noch gefährlicher ist, dass sie ihr auch im Bundestag abhandenzukommen droht. Nach einem halben Jahr im Amt steht Merz in der Krise.
MeinungBundesregierung:Merz muss diesem verantwortungslosen Tänzeln am Abgrund Einhalt gebieten

Kommentar von Daniel Brössler
Lesezeit: 2 Min.

Der Kanzler hat den heftigen Streit um die Rente nicht kommen sehen, die Koalition steht am Scheideweg. Seine Gegner aus der Union aber sollten sich fragen, ob es der jungen Generation dient, wenn Deutschland jetzt ins politische Chaos schlittert.
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