Aktuelles Lexikon:Stechrochen

Von diesen Knorpelfischen gibt es etwa 100 verschiedene Arten. Eine davon ist der Riesen-Süßwasserstechrochen. Die Größe ist aber nicht seine einzige Besonderheit.

Von Tina Baier

Stechrochen gehören wie Haie zu den Knorpelfischen. Wie Fische sehen die Tiere, von denen es etwa 100 verschiedene Arten gibt, aber eigentlich gar nicht aus. Ihr Körper ist flach und mehr oder weniger rund.

Wahrscheinlich deshalb wurde der spektakuläre Riesen-Süßwasserstechrochen, den ein kambodschanischer Fischer gerade im Fluss Mekong gefangen hat, auf den Namen "Boramy" getauft, was auf Khmer "Vollmond" bedeutet. Boramy - die mittlerweile wieder freigelassen wurde - ist fast vier Meter lang und wiegt knapp 300 Kilogramm. Damit ist sie nicht nur der größte Riesen-Süßwasserstechrochen, der jemals registriert wurde, sondern sogar der größte Süßwasserfisch der Welt.

Wie alle Stechrochen ihrer Art hat Boramy einen langen dünnen Schwanz, an dessen Ende ein giftiger Stachel sitzt. Ein Stich damit ist sehr schmerzhaft und kann für Menschen tödlich sein. Die Tiere stechen damit aber nur zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Dabei schlagen sie ihren langen Schwanz nach vorne über den Kopf.

Normalerweise sind Riesen-Süßwasserstechrochen friedlich und suchen auf dem sandigen Grund großer Flüsse nach Fischen, Krebsen, Würmern, Schnecken und Muscheln. Dass die vom Aussterben bedrohten Tiere ganz besondere Fische sind, zeigt sich auch bei der Fortpflanzung: Die Weibchen legen keinen Laich ab, sondern bringen ihre Jungen lebend zur Welt.

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