Ein Strafprozess soll Rechtsfrieden bringen, indem er Aufklärung leistet. Dass dies im Fall des sechsfachen Mordes von Stade, bei dem vier Frauen und zwei Männer erschossen wurden, weil sie sich für den Schutz eines Säuglings einsetzten, nicht mehr möglich sein wird - das ist eine Tragödie für die Hinterbliebenen und Verletzten. Die Nachricht über den Suizid des mutmaßlichen Schützen in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde bringt Unruhe für diejenigen, die um ihre Angehörigen trauern – und sich von Fatih G. vermutlich Antworten wünschten, ebenso wie von den Behörden.
MeinungStadeDer Suizid des mutmaßlichen Schützen ist eine Tragödie für die Hinterbliebenen

Kommentar von Lena Kampf
Lesezeit: 1 Min.

Blick in einen Haftraum in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremervörde: Fatih G. wurde tot in seiner Zelle aufgefunden.
Carmen Jaspersen/dpaFatih G. hat sich in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde umgebracht. Ein Toter kann nicht mehr vor Gericht gestellt werden, Fragen zu seiner Tat werden offenbleiben. Umso mehr braucht es jetzt die schonungslose Aufklärung der Behörden.
