„Wo ist mein Bruder?“ oder „Wo liegen die Knochen meiner Eltern?“. Mit solchen Schildern erinnern dieser Tage bosnische Demonstranten an das Grauen von Srebrenica vor 30 Jahren. Dort ermordeten im Juli 1995 serbische Milizen unter Ratko Mladić etwa 8000 Opfer, meist muslimische Männer und Jungen. Es war das schlimmste Massaker in Europa seit Jahrzehnten.
MeinungGenozid vor 30 JahrenDie Welt hat aus Srebrenica manch wichtige Lehre gezogen – und manche leider nicht

Kommentar von Joachim Käppner
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Der Massenmord an Muslimen im Juli 1995 durch serbische Terrormilizen hat die internationale Sicherheitspolitik verändert. Und doch: Es kann wieder geschehen, an vielen Orten der Welt.
