MeinungGenozid vor 30 JahrenDie Welt hat aus Srebrenica manch wichtige Lehre gezogen – und manche leider nicht

Portrait undefined Joachim Käppner

Kommentar von Joachim Käppner

Lesezeit: 2 Min.

Zwei später verurteilte Kriegsverbrecher: General Ratko Mladić und Radovan Karadžić, Führer der bosnischen Serben, im August 1993 in Pale.
Zwei später verurteilte Kriegsverbrecher: General Ratko Mladić und Radovan Karadžić, Führer der bosnischen Serben, im August 1993 in Pale. Stringer/dpa

Der Massenmord an Muslimen im Juli 1995 durch serbische Terrormilizen hat die internationale Sicherheitspolitik verändert. Und doch: Es kann wieder geschehen, an vielen Orten der Welt.

„Wo ist mein Bruder?“ oder „Wo liegen die Knochen meiner Eltern?“. Mit solchen Schildern erinnern dieser Tage bosnische Demonstranten an das Grauen von Srebrenica vor 30 Jahren. Dort ermordeten im Juli 1995 serbische Milizen unter Ratko Mladić etwa 8000 Opfer, meist muslimische Männer und Jungen. Es war das schlimmste Massaker in Europa seit Jahrzehnten.

Zur SZ-Startseite

30. Jahrestag von Srebrenica
:Die 8372 Toten von Srebrenica dürfen einfach nicht ruhen

Sofort nach dem Töten begann der Krieg um das Narrativ: Während die Angehörigen der Ermordeten trauern, reklamiert das Volk der Täter die Opferrolle für sich – und selbst Rechte in Europa missbrauchen den Genozid bis heute.

SZ PlusGastbeitrag von Dragan Popović (Text) und Armin Smailovic (Fotos)

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: