MeinungSrebrenicaDas darf nie wieder passieren. Aber es könnte wieder passieren

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Kommentar von Tobias Zick

Lesezeit: 3 Min.

30 Jahre danach: Eine Frau an der Grabstele eines Angehörigen in Srebrenica.
30 Jahre danach: Eine Frau an der Grabstele eines Angehörigen in Srebrenica. Armin Durgut/AP

Am 11. Juli 1995 begannen bosnische Serben in der Kleinstadt damit, mehr als 8000 Muslime zu ermorden. Der westliche Balkan ist inzwischen befriedet – doch entgiftet ist er noch lange nicht.

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An diesem Freitag schlägt sie wieder, die Stunde des „Nie wieder“. Die internationale Gemeinschaft versammelt sich, wie jedes Jahr, an den Gräbern der Genozid-Opfer von Srebrenica: nicht nur, um die Trauer auch drei Jahrzehnte danach am Leben zu halten. Sondern auch, um einander zu versichern: So etwas darf nie wieder passieren, dafür werden wir gemeinsam sorgen.

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30. Jahrestag von Srebrenica
:Die 8372 Toten von Srebrenica dürfen einfach nicht ruhen

Sofort nach dem Töten begann der Krieg um das Narrativ: Während die Angehörigen der Ermordeten trauern, reklamiert das Volk der Täter die Opferrolle für sich – und selbst Rechte in Europa missbrauchen den Genozid bis heute.

SZ PlusGastbeitrag von Dragan Popović (Text) und Armin Smailovic (Fotos)

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