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Der österreichische Fußballer Marko Arnautovic bedachte bei der EM einen Spieler des nordmazedonischen Gegners mit einem Fluch. Der trug ihm eine Spielsperre ein.

(Foto: AP)

Die öffentliche Rede hat sich barbarisiert. Über den Unterschied zwischen einem fluchenden Taxifahrer und einem gehässigen Manager.

Kolumne von Karl-Markus Gauss

Vor einiger Zeit hatte ich in Wien ein patriotisches Erlebnis. Der Zug kam mit Verspätung an, und weil ich einen wichtigen Termin vereinbart hatte, bestieg ich das erste Taxi und ermunterte den Fahrer, die erlaubte Geschwindigkeit zu überschreiten. Nach einigen Hundert Metern schob sich ein Wagen langsam einen Meter aus einer Querstraße heraus, dann hielt dessen Lenker erschrocken inne, aber so, dass wir, die Vorrang hatten, nicht vorbeikamen. Mein Taxifahrer, ein beleibter, lebenserfahrener Herr, rief in charmantem Wienerisch: "Na, was is', fahren Sie jetzt heraus oder bleiben Sie drinnen, Sie Oaschloch?" Kann man die freundliche Anrede des Nächsten noch souveräner mit der unbestechlichen Einschätzung von dessen Charakter verbinden?

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