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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 3 Min.

Wer würde heute noch für die Pressefreiheit demonstrieren? 1962 taten das unter anderem diese Studenten in Frankfurt am Main, nachdem Redakteure des  Spiegel  verhaftet worden waren. 
Wer würde heute noch für die Pressefreiheit demonstrieren? 1962 taten das unter anderem diese Studenten in Frankfurt am Main, nachdem Redakteure des Spiegel verhaftet worden waren.  Foto: Heinz-Jürgen Göttert

Wie steht es um dieses Grundrecht? Gedanken zur Pressefreiheit sechzig Jahre nach dem „Spiegel“-Urteil und zur Vermischung von Geschäft und Journalismus.

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Die Erinnerung an den Bundespräsidenten Horst Köhler ist sehr verblasst. Er trat sein Amt im Jahr 2004 an und trat im Jahr 2010 überraschend zurück, weil er der Ansicht war, dass ihm der Respekt nicht entgegengebracht würde, der seinem Amt gebühre. Respekt gebührt ihm allerdings für eine Rede, die er seinerzeit, es war im Jahr 2006, über die Pressefreiheit und darüber gehalten hat, was den Kern journalistischer Arbeit ausmache. „Ich selbst“, so sagte der CDU-Mann keck und mit feinem Spott, „bin in dieser Frage konservativ. Deshalb neige ich zu Karl Marx. Der hat gesagt: ‚Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.“

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