MeinungDemokratieDie SPD ist lau und leblos

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

Diese Farben lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Arbeitsministerin Bärbel Bas bei der Landesdelegiertenkonferenz der SPD in Nordrhein-Westfalen.
Diese Farben lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Arbeitsministerin Bärbel Bas bei der Landesdelegiertenkonferenz der SPD in Nordrhein-Westfalen. Thomas Banneyer/dpa

Unter Lars Klingbeil und Bärbel Bas sind die Genossen zu einer Partei ohne Mut, Mumm und Courage geworden. Es gibt nicht einmal mehr Streit.

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Die SPD ist eine sehr alte Partei. Aber so alt wie die Bibel ist sie nun doch nicht. Und trotzdem wird schon dort beschrieben, warum es der Sozialdemokratie heute so geht, wie es ihr geht – nämlich miserabel. Die Beschreibung lautet in der Fassung der Luther-Bibel so: „Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“ Das Zitat stammt aus der Geheimen Offenbarung. Aber es ist keine geheime Offenbarung, dass die Wählerinnen und Wähler genau das mit der SPD machen: Sie speien sie aus, sie spucken sie aus, sie wählen sie nicht mehr. Sie handeln so, weil sie die SPD nicht mehr als SPD erkennen, sie tun das, weil die SPD nicht mehr nach SPD schmeckt. Die SPD ist nicht mehr pointiert sozial, sie ist nicht mehr pointiert demokratisch – und sie ist nicht mehr pointiert friedliebend, wie sie es in der besten Zeit ihrer Geschichte war.

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